Skip to main content

Portfolio Manager Update

Ethna-DEFENSIV

Das wichtigste auf einen Blick

  • Es werden weiterhin steigende Renditen langlaufender Staatsanleihen sowohl in den USA als auch in der Eurozone erwartet
  • Zinskurven dürften ihre inverse Struktur bald durch Zinssenkungen und Anziehen längerer Renditen verlieren
  • Anpassung der Portfoliopositionierung: Nettoduration nun im negativen Bereich (-0,23), Anteil von variabel verzinslichen Anleihen auf ca. 12 % erhöht

31.01.24 - Im ersten Monat 2024 haben die Anleiheinvestoren eine gewisse Beruhigung nach dem turbulenten Ende des vergangenen Jahres erlebt. Nach einer Talsohle in den 10-jährigen Renditen (ca. 3,8 % in den USA und 1,9 % in Deutschland) trat eine gewisse Erholung ein, indem die Renditen das Niveau von 4,2 bzw. 2,3 % erreichten. Seitdem bleiben die Staatsanleihen relativ stabil und pendeln um das Monatsdurchschnittsniveau (4,1 bzw. 2,25 %) herum.

Wir erwarten weiterhin steigende Renditen am langen Ende sowohl in den USA als auch in der Eurozone. In den USA beschäftigt uns vor allem der riesige und stabil wachsende Schuldenberg der Regierung. Angesichts der erwarteten anhaltenden Defizite in den USA prognostiziert beispielsweise das Congressional Budget Office (CBO) bis 2030 ein Mindestdefizit von 5,5 % pro Jahr. Dadurch steigt der Anteil der öffentlichen Schulden am BIP auf ca. 119 %. Ob die Anleger diesen Schuldenberg in ihren Portfolien halten möchten, ist aus unserer Sicht sehr fraglich. Darüber hinaus sprechen sehr robusten BIP-Zahlen aus dem 4. Quartal 2023 (3,3 % aufs Jahr hochgerechnet) von keinem Rezessionsszenario, das von der inversen Renditenkurve impliziert wird. Gibt es keine Rezession in den USA, muss die Kurve wieder eine normale Gestalt mit höheren Renditen für längere Restlaufzeiten bekommen.

In Europa ist unsere Erwartung höherer Renditen damit verbunden, dass die Wirtschaftswachstumsrate bereits ihren Tiefstand gesehen hat und eine zyklische Erholung nun vor der Tür stehen dürfte. Davon zeugen bereits die ersten Schätzungen des BIP-Wachstums im 4. Quartal 2023 aus Italien und Spanien, die weit über Konsenserwartungen lagen. In unserem Basisszenario gehen wir von keiner Rezession aus. Vor diesem Hintergrund dürfte sich die Renditenkurve in der Eurozone durch die gleichzeitigen Zinssenkungen der EZB am kurzen Ende und das Anziehen am langen Ende normalisieren.
Basierend auf unserer Renditen-Meinung haben wir uns im Monatsverlauf auf De-Invertierung der Renditenkurve positioniert, indem wir die physische Duration von 2,5 (fallendes kurzes Ende der Zinsstrukturkurve) und eine negative Duration durch Short-Positionen in Futures auf länger laufende Staatsanleihen (ca. -2,7) erreicht haben. Zum Monatsultimo betrug unser Futures-Overlay ca. 35 % und bestand aus 3 Short-Positionen: ca. 22 % in deutschen, ca. 6 % in italienischen und ca. 7 % in amerikanischen 10-jährigen Staatsanleihen. Die Anpassung unserer physischen Exponierung wurde durch den sukzessiven Ausbau unserer Positionen in variabel verzinslichen Anleihen im Monatsverlauf auf ca. 11,8 % vollzogen. Solche Wertpapiere haben eine Duration von nahe Null und ermöglichen uns trotzdem, sehr attraktive Kuponzahlungen von ca. 4,3 % zu kassieren.

Fondspositionierung

Grafik 1: Portfoliostruktur* des Ethna-DEFENSIV

Grafik 2: Portfoliozusammensetzung des Ethna-DEFENSIV nach Währung

Grafik 3: Portfoliozusammensetzung des Ethna-DEFENSIV nach Herkunft

Grafik 4: Portfoliozusammensetzung des Ethna-DEFENSIV nach Emittenten-Branche

Ethna-AKTIV

Das wichtigste auf einen Blick

  • Das Portfolio ist weiterhin für ein Umfeld moderaten Wachstums, rückläufiger, aber hartnäckiger Inflation und tendenziell steigenden Börsennotierungen ausgerichtet.
  • Die Absicherung der Aktienquote wurde schnell wieder aufgehoben und die Aktienquote auf 40% erhöht.
  • In Erwartung steigender Zinsen am langen Ende konzentriert sich das Anleihenportfolio auf kurze Laufzeiten und zusätzlich wurde die Modifizierte Duration auf -1,3 reduziert.
  • Mittlerweile gehen auch wir davon aus, dass die Fed den ersten Zinssenkungsschritt macht und haben deshalb die US-Dollarquote auf 15% abgesenkt.

31.01.24 - Der erste Monat des Jahres 2024 bot keine großen makroökonomischen Neuigkeiten. Unsere These der Rezessionsvermeidung hat weiterhin Bestand. Trotz eines aktuell noch sinkenden Preisniveaus wird unsere Annahme weiterhin erhöhter Inflation sowohl durch fortgesetzte Lohnsteigerungsforderungen (anekdotisch seien hier mal wieder die Lokführer genannt) als auch durch die Sperrung des Roten Meers durch die Huthi-Rebellen bestätigt. Bei beidem ist noch kein Ende abzusehen und beides wird über kurz oder lang für steigende Preise sorgen. Geopolitisch gibt es bei den aktuellen Krisenherden keine Fortschritte. Offensichtlich hat dies aber keine Auswirkungen mehr auf die globalen Finanzmärkte. Die Aktienindizes konsolidierten nach der fulminanten Jahresendrally nur kurz, um sich dann zu neuen Allzeithochs aufzumachen. Explizit auszuschließen von dieser Aussage sind natürlich die chinesischen Märkte, die angesichts der lokalen Probleme weiter straucheln. Auf der Zinsseite ist der größte Diskussionspunkt der Start und das Ausmaß des bevorstehenden Zinssenkungszyklusses. Die Zentralbanktreffen von EZB und Fed waren diesbezüglich aber wenig aufschlussreich und können getrost als ereignislos bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in den USA, die offensichtlich schon wieder auf einen Zweikampf Biden/Trump hinausläuft, könnte sich zumindest für die Fed schnell das Fenster für Aktionen schließen, wenn sie nicht als politisch motiviert abgestempelt werden will. Nach vorne blickend stellt sich neben der Frage um die Zinspolitik viel mehr noch die Frage um den Umgang mit den Zentralbankbilanzen. Gerade bei der Fed sollte klar sein, dass die Periode der quasi schmerzfreien Bilanzverkürzung (weil anstatt der Bankreserven der RPP-Bilanzposten reduziert wurde) in naher Zukunft beendet sein wird. Deshalb halten wir ein baldiges Ende der quantitativen Straffung für sehr wahrscheinlich.

Der Ethna-AKTIV konnte vom positiven Börsenmonat angemessen profitieren und schloss erneut nahe eines neuen Allzeithochs. Erfreulicherweise konnten positive Performancebeiträge sowohl von der Aktien-, Anleihen- und Währungsseite verbucht werden. Dies gelang jedoch nur, weil die noch zu Jahresbeginn komplette Absicherung der Aktienquote schnell wieder aufgehoben wurde. Die Aktienquote wurde sogar in ein leichtes Übergewicht gedreht. Bei der grundsätzlichen Zusammensetzung des Basisportfolios hat es bis auf kleinere Gewinnmitnahmen und den Austausch von einigen wenigen Werten keine Änderung gegeben. Die auch von uns antizipierte Korrektur fand, wenn überhaupt, nur unter der Oberfläche und in der zweiten Reihe statt. Bei den Anleihen konzentrieren wir uns weiterhin auf kürzere Laufzeiten und haben den Mix zwischen Staats- und Unternehmensanleihen fast unverändert gelassen. Lediglich die Zinssensitivität wurde über das Durationsoverlay weiter und sogar ins Negative verändert. Diese Positionierung ist eine konsequente Umsetzung unserer These von steigenden Zinsen am langen Ende.

In der Summe kann der Januar als eine Wiederholung des letzten Jahres im Kleinen bezeichnet werden: Viele kleine Krisenherde, alle schauen auf die Zentralbanken und die großen Tech-Werte werden trotzdem weiter gekauft. Noch sehen wir keine Anzeichen dafür, dass es hier zu einem drastischen Umschwung kommt. Falls dies passieren sollte, seien sie versichert, dass wir entsprechend reagieren werden.

Fondspositionierung

Grafik 5: Portfoliostruktur* des Ethna-AKTIV

Grafik 6: Portfoliozusammensetzung des Ethna-AKTIV nach Währung

Grafik 7: Portfoliozusammensetzung des Ethna-AKTIV nach Herkunft

Grafik 8: Portfoliozusammensetzung des Ethna-AKTIV nach Emittenten-Branche

Ethna-DYNAMISCH

Das wichtigste auf einen Blick

  • Bullen und Bären finden weiterhin plausible Argumente. In dieser strategischen Ausgewogenheit ist das Investorensentiment ein hilfreicher Kompass zur taktischen Navigation.
  • Die Abkühlung des Sentiments sowie der robuste Start der Quartalssaison haben uns dazu veranlasst, die Nettoaktienquote Mitte Januar von 50 % auf 75 % anzuheben.
  • Im Dezember haben wir Prosus, die größte Anteilseignerin der chinesischen Tencent, ins Portfolio aufgenommen und zu einer Top 10 Aktienposition aufgebaut.

31.01.24 - Zum Jahreswechsel zeichnen unsere Marktanalysen ein ambivalentes Bild. Sowohl Bullen als auch Bären finden genügend Futter. Die Überzeugungskraft auf beiden Seiten hat allerdings zuletzt abgenommen. Mit der positiven Grundtendenz der Aktienmärkte ist diese Ausgewogenheit zwar keine schlechte Ausgangsposition. Ein Freudentaumel lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. In Phasen strategischer Richtungslosigkeit dient uns das Investorensentiment als hilfreicher Kompass zur taktischen Navigation.

Jenes Sentiment war nach dem starken Jahresausklang jedenfalls deutlich überhitzt. Gekoppelt mit der bevorstehenden Quartalssaison, die im Rahmen unserer ambivalenten Markteinschätzung mit höherer Unsicherheit behaftet war, haben wir die Nettoaktienquote in den ersten Tagen des neuen Jahres auf rund 50 % reduziert. Tatsächlich gab es in der Folge auch eine leichte Korrektur am Markt. Allerdings korrigierten nur Unternehmen aus zweiter und dritter Reihe. Die Mega-Caps haben ihren Siegeszug unterdessen unbeirrt fortgesetzt. Damit hielt sich der Januar in der Tradition des vergangenen Jahres. Die divergenten Entwicklungen zwischen dem marktwertgewichteten und dem gleichgewichteten S&P 500 sowie zwischen DAX und MDAX machen das deutlich. Angetrieben wurden die größeren Werte von ersten Datenpunkten aus der Berichtssaison, beispielsweise vom taiwanesischen Halbleiterproduzenten TSMC. Dieser hat die mittelfristigen KI-Umsatzziele deutlich angehoben. Aber auch die Finanzinstitute, die traditionell als Erste ihre Bücher öffnen und eine gute Durchschau auf den Zustand der Realwirtschaft erlauben, präsentierten sich robust und haben unsere anfängliche Skepsis gegenüber der Quartalssaison ausgeräumt. Mutmaßlich mit dem Rückgang der kleineren Titel hatte sich das Investorensentiment zwischenzeitlich wieder deutlich abgekühlt. Genug Gründe für uns, die Aktienquote zur Monatsmitte resolut wieder auf 75 % anzuheben.

Aus Bottom-up-Perspektive hat sich im Januar wenig getan. Wir sind allerdings noch eine Unternehmensvorstellung aus dem vergangenen Jahr schuldig. Anfang/Mitte Dezember haben wir eine Position in Prosus aufgebaut, die mit einem Gewicht von mittlerweile 2,8 % zu unseren Top 10 Aktien zählt. Die im EURO STOXX 50 gelistete Beteiligungsgesellschaft ist im Wesentlichen als größte Anteilseignerin der chinesischen Tencent bekannt. Tencent wiederum gehört mit der Super-App WeChat und einer Reihe erfolgreicher Videospiele zu den einflussreichsten Internetunternehmen Chinas. Darüber hinaus hält Tencent ein umfangreiches Beteiligungsportfolio, zu dem unter anderem Investitionen in Snap, Spotify, Ubisoft, und Meituan gehören. Seit rund 3 Jahren hat sich die Tencent Aktie vom starken operativen Fundament immer mehr entkoppelt. Mittlerweile handelt sie zu einem Bruchteil der Bewertungsmultiples amerikanischer Pendants. Wir halten diesen Abschlag – trotz der Unsicherheiten, die mit einer China-Investition einhergehen – für deutlich überzogen. Wir nehmen an, dass es anderen Investoren immer schwerer fallen wird, diese Diskrepanz zu ignorieren. Die indirekte Investition über Prosus birgt zusätzliche Attraktivität, weil das Unternehmen zu einem Marktwert handelt, der kleiner ist als die 25%-Beteiligung an Tencent. Das Management von Prosus kauft bereits umfangreich Aktien zurück, um diesen Abschlag abzubauen. Darüber hinaus verfügt auch Prosus über ein Beteiligungsportfolio, das einen zusätzlichen bisher unbeachteten Wertbeitrag liefern kann.

Zwar schätzen wir die Aktienmärkte insgesamt als fair bewertet ein und gepaart mit unserer ausgewogenen Markteinschätzung lassen sich keine Riesensprünge auf Indexebene konstruieren. Opportunitäten, wie jene Investition in Prosus, finden sich allerdings weiterhin am Markt.

Fondspositionierung

Grafik 9: Portfoliostruktur* des Ethna-DYNAMISCH

Grafik 10: Portfoliozusammensetzung des Ethna-DYNAMISCH nach Währung

Grafik 11: Portfoliozusammensetzung des Ethna-DYNAMISCH nach Herkunft

Grafik 12: Portfoliozusammensetzung des Ethna-DYNAMISCH nach Emittenten-Branche

* „Cash“ umfasst Termineinlagen, Tagesgeld und Kontokorrentkonten/sonstige Konten. „Equities net“ umfasst Direktinvestitionen und das aus Aktienderivaten resultierende Exposure.

HESPER FUND – Global Solutions (*)

Das wichtigste auf einen Blick

Das Jahr der geldpolitischen Wende verspricht spannend zu werden

  • Die Renditen haben sich weltweit stabilisiert, da der übertriebene Optimismus in Bezug auf Zinssenkungen etwas nachgelassen hat.
  • Der Desinflationstrend in den Industrieländern schwächt sich ab, hält jedoch an.
  • Die Fed steht kurz vor ihrem Ziel, die Inflation zu senken, ohne eine Rezession zu verursachen. Allerdings hat sie es laut eigener Aussage mit Zinssenkungen nicht eilig.
  • Die geopolitischen Spannungen nehmen zu und es besteht das Risiko eines Übergreifens der regionalen bewaffneten Konflikte.
  • Wahlen in über 70 Ländern werden über die künftigen Haushalts-, Handels-, Immigrations- und Geopolitiken entscheiden, was starken Einfluss auf die wirtschaftlichen Szenarien haben wird.
  • Die chinesischen Marktteilnehmer drängen die Behörden des Landes dazu, die Konjunktur noch stärker anzukurbeln.
  • Weltweite Aktien legten im Januar zu, wenngleich weniger kräftig. Dies hat den Ausverkauf in China kompensiert.
  • Der HESPER FUND – Global Solutions nahm leichte Anpassungen an der Portfolio-Allokation vor. Das Nettoaktienengagement blieb bei über 50 % und die Duration lag die meiste Zeit dicht am neutralen Wert. Bei den Währungen schloss der Fonds seine Position in der norwegischen Krone und eröffnete sie dann erneut in Höhe von 60 %. Der Dollar blieb bei etwa 60 %, im Schweizer Franken wurde eine Short-Position eröffnet, und die Short-Position im GBP wurde auf -90 % erhöht.

31.01.24 - Die Geschichte zweier Wirtschaftsblöcke

2024 könnte durchaus das Jahr der geldpolitischen Wende werden, wenn die Zentralbanken der Industrieländer mit Zinssenkungen beginnen. Im Dezember überraschte die Fed die Märkte mit einem unerwartet wohlwollenden Tonfall. Im Januar beließ sie die Zinsen unverändert auf dem höchsten Stand seit 2001 und dämpfte Erwartungen von Zinssenkungen, während sie ausdrücklich darauf hinwies, dass sie die Zielbandbreite für die Fed Funds Rate in diesem Jahr senken werde.

Welche Zentralbank wird die Zinsen senken? Wann und wie viel wird kurzfristig für die relative Stärke der Währungen ausschlaggebend sein. Wir würden nicht darauf wetten, dass die Fed die erste große Zentralbank sein wird, die die Zinsen senkt. Denn die schwächelnde Wirtschaft der Eurozone ist im vergangenen Quartal nur knapp einer Rezession entgangen, während die US-Wirtschaft weiterhin ein robustes Wachstum verzeichnet.

Gemäß der jüngsten Erklärung des Offenmarktausschusses der Fed deuten die Wirtschaftsindikatoren darauf hin, dass das kräftige Wachstum der US-Wirtschaft noch andauern wird. Es werden weiterhin beständig neue Stellen geschaffen, wenn auch nicht so viele wie noch am Anfang des vergangenen Jahres, und die Arbeitslosenquote ist nach wie vor niedrig. Die Inflation hat im Laufe des vergangenen Jahres nachgegeben, ist aber immer noch hoch. Die Fed wird mehr gute Daten brauchen, bevor sie ihre restriktive Politik allmählich lockern kann.

Der Krieg in der Ukraine, die zahlreichen Provokationen Nordkoreas, der Krieg im Nahen Osten, das Chaos in der Schifffahrt auf dem Roten Meer, die tödlichen Anschläge des Irans im Irak und in Pakistan – die geopolitischen Spannungen verschärfen sich zusehends. Der Ölpreis stieg im Januar, da eine Eskalation der Angriffe auf Schiffe im Roten Meer dazu führte, dass Tanker andere Routen nahmen und Befürchtungen einer Ausweitung des Nahost-Konflikts aufkamen.

Es könnte das Jahr der Wende sein, aber es ist auch das Jahr der Wahlen. Die Innenpolitik wird die Märkte beeinflussen, da in mehr als 70 Ländern Wahlen abgehalten werden. Die Wahlen in Taiwan lösten schon einmal keine Begeisterung an den Märkten aus, da die regierende DPP zwar die Präsidentschaftswahl gewann, aber ihre Mehrheit im Parlament verlor. In den USA konnte sich Donald Trump in Iowa und New Hampshire gegen Nikki Haley durchsetzen und steigerte damit seine Chancen auf eine Nominierung als Kandidat der Republikaner. Eine lockerere Haushaltspolitik und Protektionismus könnten den Deflationstrend bremsen.

Der Ausverkauf chinesischer Aktien verstärkte sich noch, obwohl China ein Rettungspaket für den Aktienmarkt im Umfang von 278 Milliarden US-Dollar verabschiedete und die von den Banken geforderten Mindestreserven abrupt senkte. Die chinesische Zentralbank hat zudem einen Plan für bestimmte Bereiche der Wirtschaft ausgearbeitet. Ein Hongkonger Gericht ordnete auf massives Betreiben internationaler Gläubiger angesichts der Verschlechterung der Lage des chinesischen Immobiliensektors die Liquidation von Evergrande an.

Aktien halten sich stabil, da eine sanfte Landung sehr wahrscheinlich ist und die Inflation nachlässt

US-Aktien absolvierten am letzten Handelstag des Monats einen Realitätscheck in Sachen Zinssenkungen. Die Fed und die EZB signalisierten das Ende der Zinsanhebungen, aber der Zeitplan für Zinssenkungen ist weiter ungewiss. Chinesische Aktien gerieten trotz eines Konjunkturpakets, der Rettungsmaßnahmen für den Markt und einer abrupten Senkung der Mindestreserveanforderungen wieder einmal ins Wanken.

Das Szenario einer sanften Landung der US-Wirtschaft hat weltweite Aktien weiter in die Höhe getrieben, obwohl noch unklar ist, ob auch anderen Ländern/Regionen eine solche Landung gelingen wird.

In den USA kletterten die großen Indizes auf neue Höchststände, aber die Technologieriesen hatten am letzten Handelstag des Monats eine gewisse Bremswirkung, da sie die hohen Erwartungen der Wall Street nicht erfüllen konnten und die Fed die vom Markt erwartete frühe Zinssenkung nicht bestätigte. Beim technologielastigen NASDAQ hielten sich die Gewinne mit 1 % in Grenzen, der S&P 500 legte um 1,7 % zu und der DJIA stieg um 1,2 %. Der Small Cap Index Russell 2000 verlor 3,8 % aufgrund der Enttäuschung über die Zurückhaltung seitens der Fed.

In Europa legte der Euro Stoxx Index um 2,8 % zu (+0,8 % in USD, da der Dollar aufwertete), und der FTSE 100 fiel um 1,3 % (-1,7 % in USD). Der Swiss Market Index verzeichnete ein Plus von 1,8 % (-0,7 % in USD).

In Asien waren die chinesischen Märkte für den Abwärtstrend bei Aktien verantwortlich. Die chinesischen Marktteilnehmer übten zunehmenden Druck auf Peking aus, mehr zu tun. Der Hang Seng brach um 9,2 % ein, und der CSI 300 fiel um 6,3 % (-7,1 % in USD). Der koreanische Aktienmarkt verlor 6 % (-9,2 % in USD), und der indische Sensex verzeichnete ein Minus von 0,7 % (+1,1 % in USD). Für einen Lichtblick sorgte der japanische Nikkei mit einem Plus von 8,4 % (+4,2 % in USD), da weiterhin Zweifel an einer möglichen Zinsanhebung bestehen.

Makro-Szenario des HESPER FUND – Global Solutions: 2024: Die Zentralbanken verfolgen einen heiklen Kurs zwischen Zinsanhebungen zu -senkungen in einem von politischen Ereignissen und geopolitischen Spannungen geprägten Jahr

2024 wird das Jahr der Wende sein. Nach einigen Jahren schmerzhafter Inflation scheinen die allmähliche Auflösung von Lieferengpässen und die kraftvollen Maßnahmen der Zentralbanken Ergebnisse zu bringen, und die Inflation kommt allem Anschein nach wieder unter Kontrolle. Die jüngsten Inflationsdaten unterstützen die Einschätzung des Marktes, dass sich die Inflation ohne eine harte Landung besiegen lassen wird, zumindest in den USA, wo die Wirtschaft noch ein solides Wachstum verzeichnet. Die Fed signalisierte, dass sie mit ihren Zinserhöhungen am Ende sei, es in Sachen Zinserhöhungen jedoch nicht eilig habe.  Wir sind noch nicht von einem gleichmäßigen Abwärtstrend der Inflation bis auf 2 % überzeugt. Während die Angebotsseite bereits einen positiven Beitrag zum Nachlassen der Inflation geleistet hat, ist noch eine gewisser Abschwächung auf der Nachfrageseite notwendig, um das Inflationsziel der Zentralbanken zu erreichen. Die Kombination von starker fiskalpolitischer Unterstützung, einem gesunden Arbeitsmarkt, einem soliden Verbrauchervertrauen und geopolitischen Spannungen könnte dem Desinflationstrend und dem Szenario einer sanften Landung immer noch in die Quere kommen.

Positionierung und Monatsperformance

Der HESPER FUND – Global Solutions legte im Januar zu (Anteilsklasse T-6 EUR +1,16 %), was von der Aktienkomponente, einer leicht negativen Duration und in gewissem Maße vom Währungsengagement getragen wurde.

Das gesamte Aktienengagement des HESPER FUND blieb bei etwa 52 %. Das Durationsengagement lag die meiste Zeit im neutralen bis leicht negativen Bereich. Der Fonds handelte weiterhin aktiv mit Devisen. Er beließ sein Dollarengagement über 60 % und eröffnete eine taktische Short-Position im CHF, da die SNB eine reale Aufwertung des Schweizer Franken einräumte. Das Short-Engagement im britischen Pfund wurde auf -35 % reduziert und gestern wieder auf -93 % erhöht. Die Long-Position in der NOK wurde wieder eröffnet und liegt nun bei 61 %.

Die Zusammensetzung seit Monatsbeginn (+1,16 %) sah wie folgt aus: +0,25 % für Anleihen (-0,08 % Long-Positionen, +0,34 % Short-Future-Positionen), +1,04 % im Aktiensegment, +0 % bei Rohstoffen und +0,01 % durch Währungen, während -0,12 % auf Kosten und Gebühren entfielen. Ein höherer Aktienanteil, das Absichern der Duration und die Aufwertung des Dollars trugen zur Performance bei. Es bestand weiterhin eine starke Dekorrelation gegenüber traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen.

Das Gesamtvermögen fiel zum Monatsende auf 60,5 Millionen EUR. Die Anteilsklasse T-6 EUR lag 9,3 % unter ihrem Allzeithoch vom 29. September 2022.

Die Volatilität stieg über die vergangenen 250 Tage auf 5,2 %, sodass das Risiko-Rendite-Profil weiterhin attraktiv war. Die annualisierte Rendite ist seit Auflegung auf 3,19 % gestiegen.

Zu Beginn des Monats bleibt der Fonds weiter von seiner Referenzwährung gelöst und handelt aktiv auf dem Devisenmarkt. Derzeit gestaltet sich das Währungsexposure des HESPER FUND – Global Solutions wie folgt: USD 62 %, NOK 61 %, BRL 6,5 %, CHF -0,35 % und GBP -93 %.

Wie schon in der Vergangenheit werden wir das Engagement des Fonds in den unterschiedlichen Anlageklassen weiterhin beobachten und kontinuierlich an die Marktstimmung und Veränderungen des makroökonomischen Basisszenarios anpassen.

*Der HESPER FUND – Global Solutions ist aktuell nur zum Vertrieb in Deutschland, Luxemburg, Belgien, Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz zugelassen.

Fondspositionierung

Grafik 13: Aktien-Exposure nach Regionen des HESPER FUND − Global Solutions

Grafik 14: Währungs-Allokation des HESPER FUND − Global Solutions

Grafik 15: Ratingstruktur der Anleihen des HESPER FUND − Global Solutions

Dies ist eine Werbemitteilung. Sie dient ausschließlich der Produktinformationsvermittlung und ist kein gesetzlich oder regulatorisch erforderliches Pflichtdokument. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen weder eine Aufforderung noch ein Angebot oder eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Fondsanteilen oder zur Tätigung sonstiger Transaktionen dar. Sie dienen lediglich dem Leser, ein Verständnis über die wesentlichen Merkmale des Fonds wie bspw. den Anlageprozess zu schaffen und sind weder ganz noch in Teilen als Anlageempfehlung gedacht. Sie ersetzen weder eigene Überlegungen noch sonstige rechtliche, steuerrechtliche oder finanzielle Informationen und Beratungen. Weder die Verwaltungsgesellschaft, noch deren Mitarbeiter oder Organe können für Verluste haftbar gemacht werden, die durch die Nutzung der Inhalte aus diesem Dokument oder in sonstigem Zusammenhang mit diesem Dokument unmittelbar oder mittelbar entstanden sind. Allein verbindliche Grundlage für den Anteilserwerb sind die aktuell gültigen Verkaufsunterlagen in deutscher Sprache (Verkaufsprospekt, Basisinformationsblätter (PRIIPs-KIDs), in Ergänzung dazu auch der Halbjahres- und Jahresbericht), denen Sie ausführliche Informationen zu dem Erwerb des Fonds sowie den damit verbundenen Chancen und Risiken entnehmen können. Die genannten Verkaufsunterlagen in deutscher Sprache (sowie in nichtamtlicher Übersetzung in anderen Sprachen) finden Sie unter www.ethenea.com und sind bei der Verwaltungsgesellschaft ETHENEA Independent Investors S.A. und der Verwahrstelle sowie bei den jeweiligen nationalen Zahl- oder Informationsstellen und bei der Vertreterin in der Schweiz kostenlos erhältlich. Die Zahl- oder Informationsstellen sind für die Fonds Ethna-AKTIV, Ethna-DEFENSIV und Ethna-DYNAMISCH die Folgenden: Belgien, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich: DZ PRIVATBANK S.A., 4, rue Thomas Edison, L-1445 Strassen, Luxemburg; Frankreich: CACEIS Bank France, 1-3 place Valhubert, F-75013 Paris; Italien: State Street Bank International – Succursale Italia, Via Ferrante Aporti, 10, IT-20125 Milano; Société Génerale Securities Services, Via Benigno Crespi, 19/A - MAC 2, IT-20123 Milano; Banca Sella Holding S.p.A., Piazza Gaudenzio Sella 1, IT-13900 Biella; Allfunds Bank S.A.U – Succursale di Milano, Via Bocchetto 6, IT-20123 Milano; Schweiz: Vertreterin: IPConcept (Schweiz) AG, Münsterhof 12, Postfach, CH-8022 Zürich; Zahlstelle: DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG, Münsterhof 12, CH-8022 Zürich; Spanien: ALLFUNDS BANK, S.A., C/ Estafeta, 6 (la Moraleja), Edificio 3 – Complejo Plaza de la Fuente, ES-28109 Alcobendas (Madrid). Die Zahl- oder Informationsstellen sind für die HESPER FUND, SICAV – Global Solutions die Folgenden: Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich: DZ PRIVATBANK S.A., 4, rue Thomas Edison, L-1445 Strassen, Luxemburg; Italien: Allfunds Bank S.A.U – Succursale di Milano, Via Bocchetto 6, IT-20123 Milano; Schweiz: Vertreterin: IPConcept (Schweiz) AG, Münsterhof 12, Postfach, CH-8022 Zürich; Zahlstelle: DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG, Münsterhof 12, CH-8022 Zürich. Die Verwaltungsgesellschaft kann aus strategischen oder gesetzlich erforderlichen Gründen unter Beachtung etwaiger Fristen bestehende Vertriebsverträge mit Dritten kündigen bzw. Vertriebszulassungen zurücknehmen. Anleger können sich auf der Homepage unter www.ethenea.com und im Verkaufsprospekt über Ihre Rechte informieren. Die Informationen stehen in deutscher und englischer Sprache, sowie im Einzelfall auch in anderen Sprachen zur Verfügung. Ersteller: ETHENEA Independent Investors S.A. Eine Weitergabe dieses Dokuments an Personen mit Sitz in Staaten, in denen der Fonds zum Vertrieb nicht gestattet ist oder in denen eine Zulassung zum Vertrieb erforderlich ist, ist untersagt. Anteile dürfen Personen in solchen Ländern nur angeboten werden, wenn dieses Angebot in Übereinstimmung mit den anwendbaren Rechtsvorschriften steht und sichergestellt ist, dass die Verbreitung und Veröffentlichung dieser Unterlage sowie ein Angebot oder ein Verkauf von Anteilen in der jeweiligen Rechtsordnung keinen Beschränkungen unterworfen ist. Insbesondere wird der Fonds weder in den Vereinigten Staaten von Amerika noch an US Personen (im Sinne von Rule 902 der Regulation S des U.S. Securities Act von 1933 in geltender Fassung) oder in deren Auftrag, für deren Rechnung oder zugunsten einer US Person handelnden Personen angeboten. Eine Wertentwicklung in der Vergangenheit darf nicht als Hinweis oder Garantie für die zukünftige Wertentwicklung angesehen werden. Schwankungen im Wert der zugrundeliegenden Finanzinstrumente, deren Erträge sowie Veränderungen der Zinsen und Wechselkurse bedeuten, dass der Wert von Anteilen in einem Fonds sowie die Erträge daraus sinken wie auch steigen können und nicht garantiert sind. Die hierin enthaltenen Bewertungen beruhen auf mehreren Faktoren, unter anderem auf den aktuellen Preisen, der Schätzung des Werts der zugrundeliegenden Vermögensgegenstände und der Marktliquidität sowie weiteren Annahmen und öffentlich zugänglichen Informationen. Grundsätzlich können Preise, Werte und Erträge sowohl steigen als auch fallen bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und Annahmen und Informationen können sich ohne vorherige Vorankündigung ändern. Der Wert des investierten Kapitals bzw. der Kurs von Fondsanteilen wie auch die daraus fließenden Erträge und Ausschüttungsbeträge sind Schwankungen unterworfen oder können ganz entfallen. Eine positive Performance (Wertentwicklung) in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Insbesondere kann die Erhaltung des investierten Kapitals nicht garantiert werden; es gibt somit keine Gewähr dafür, dass der Wert des eingesetzten Kapitals bzw. der gehaltenen Fondsanteile bei einem Verkauf bzw. einer Rücknahme dem ursprünglich eingesetzten Kapital entspricht. Anlagen in Fremdwährungen sind zusätzlichen Wechselkursschwankungen bzw. Währungsrisiken unterworfen, d.h., die Wertentwicklung solcher Anlagen hängt auch von der Volatilität der Fremdwährung ab, welche sich negativ auf den Wert des investierten Kapitals auswirken kann. Holdings und Allokationen können sich ändern. Die Verwaltungs- und Verwahrstellenvergütung sowie alle sonstigen Kosten, die dem Fonds gemäß den Vertragsbestimmungen belastet wurden, sind in der Berechnung enthalten. Die Wertentwicklungsberechnung erfolgt nach der BVI-Methode, d. h. ein Ausgabeaufschlag, Transaktionskosten (wie Ordergebühren und Maklercourtagen) sowie Depot- und andere Verwahrstellengebühren sind in der Berechnung nicht enthalten. Das Anlageergebnis würde unter Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages geringer ausfallen. Es kann keine Gewähr übernommen werden, dass die Marktprognosen erzielt werden. Jegliche Erörterung der Risiken in dieser Publikation sollte nicht als Offenlegung sämtlicher Risiken oder abschließende Behandlung der erwähnten Risiken angesehen werden. Es wird ausdrücklich auf die ausführlichen Risikobeschreibungen im Verkaufsprospekt verwiesen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit oder Aktualität kann keine Gewähr übernommen werden. Inhalte und Informationen unterliegen dem Urheberschutz. Es kann nicht garantiert werden, dass das Dokument allen gesetzlichen oder regulatorischen Anforderungen entspricht, welche andere Länder außer Luxemburg dafür definiert haben. Hinweis: Die wichtigsten Fachbegriffe finden Sie im Glossar unter www.ethenea.com/glossar. Informationen für Anleger in der Schweiz: Herkunftsland der kollektiven Kapitalanlage ist Luxembourg. Vertreterin in der Schweiz ist die IPConcept (Schweiz) AG, Münsterhof 12, Postfach, CH-8022 Zürich. Zahlstelle in der Schweiz ist die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG, Münsterhof 12, CH-8022 Zürich. Prospekt, Basisinformationsblätter (PRIIPs-KIDs), Statuten sowie der Jahres- und Halbjahresbericht können kostenlos beim Vertreter bezogen werden. Copyright © ETHENEA Independent Investors S.A. (2024) Alle Rechte vorbehalten. 08.06.2021